Monat: Mai 2016

Thea Keisken: Interview & Buchvorstellung „Barbarossas Erbe“

 

„Thüringen 1997. Eine von Aas fressenden Raben gefledderte Leiche unweit des Kyffhäuserdenkmals gibt Kriminalkommissar Holger Knocharski einige Rätsel auf. Sein aus Ost- und Westkollegen zusammengewürfeltes Ermittlerteam arbeitet hochprofessionell. Doch die entscheidende Spur finden die Beamten mit Hilfe der viel zu neugierigen Journalistin Anne Sievert, die den Kommissar in vielerlei Hinsicht aus dem Konzept bringt.“

Autorin Thea Keisken hat mit „Barbarossas Erbe“ einen spannenden und tiefsinnigen Kriminalroman abgeliefert, der zugleich ihr Erstlingswerk ist. Eine spannende Mordermittlung vor historischer Kulisse im Jahr 7 nach der Wende. Thea Keisken gibt Einblick in den Alltag der Menschen, deren Lebenskonzepte auf den Kopf gestellt wurden. Sie nimmt uns mit auf einen Exkurs ins Mittelalter. Und sie macht deutlich, dass die erstarkenden rechtsradikalen Tendenzen in vierzig Jahren Sozialismus zwar unterdrückt, aber nie ganz verschwunden waren. Zusammen mit den Geheimnissen in den Höhlen des Kyffhäusers bilden sie Barbarossas Erbe. Heart of Brandenburg hat Thea in Berlin zum Interview getroffen.

Heart of Brandenburg: Hallo Thea, schön, dass Du Dir heute Zeit für das Interview genommen hast und zum Hackeschen Markt gekommen bist.Du hast im vergangenen Herbst Deinen ersten Krimi „Barbarossas Erbe“ als eBook veröffentlicht. Um direkt in die Thematik einzusteigen, möchte ich gerne von Dir wissen, inwiefern autobiographische Erlebnisse aus Deiner Zeit im Nachwende-Thüringen eingeflossen bzw. verarbeitet worden sind. Bevor wir zum Inhalt des Buches kommen, ist das für mich die brennendste Frage, da für mich das Buch eine Melange aus historischen, zeitgeschichtlichen bzw. tagesaktuellen und Aspekten ist, die Dich in Deiner Zeit in Thüringen sicherlich bewegt haben. Du bist mit Deinem Mann nach der Wende von Niedersachsen nach Thüringen gezogen…

Thea Keisken: Na klar sind da sehr viele autobiographische Bezüge enthalten,  weil ich in einer ähnlichen Lebenssituation war und dort auch 2 meiner 3 Kinder zur Welt gebracht habe. Ich kam daher in eine Art Schlaraffenland, was die Kinderbetreuung betraf. Das war mir aus West Deutschland gänzlich unbekannt. Ich hatte die Kinderkrippe im Ort, was ich bei meinem ältesten Sohn, der zuvor in West Deutschland geboren wurde, sehr vermisst habe. Mein Mann ist Arzt. Er führte in Thüringen eine Landarztpraxis, weshalb mir die dortigen Lebensumstände sehr geläufig sind. Ich selbst habe dort als Journalistin gearbeitet. Zunächst festangestellt bei der Thüringer Allgemeinen und später freiberuflich beim Rundfunk – genau wie meine Protagonistin im Roman ! So ist auch schon damals der Gedanke entstanden – jeder Journalist und jede Journalistin träumt davon ein Buch zu schreiben – die Zeit auf diese Weise zu verarbeiten. Es war schon eine sehr besondere Zeit nach der Wende. Ziel war es die Lebensumstände und die Atmosphäre im Nachwende-Thüringen einzufangen, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Es war eine ganz ganz irre Zeit!

Thea Teisken

Thea Keisken

Heart of Brandenburg: Ich denke, dass ist Dir auch richtig gut gelungen, denn neben allen Krimiaspekten, die das Buch sehr spannend und interessant machen, ist mir aufgefallen, dass etwas „schweres Deutsches“ wie eine düstere Wolkenwand allgegenwärtig ist. Schon bald ahnt man, dass das mittelalterliche Barbarossa Thema irgendwie mit dem, nennen wir es, völkischem Nationalismus zu tun haben muss. Mich hat sehr gefesselt, dass ein düsteres und teilweise bedrohliches Bild dieser Gegend und besonders vom Kyffhäuser gezeichnet wird. Oder habe ich das falsch wahrgenommen ?

Thea Keisken: Na ja, düster ist das Bild… Aber die Gegend ist einfach so. Sie ist eben auch sehr geschichtsträchtig und stellt für mich einen Fokus der deutschen Geschichte dar. Das spiegelt sich auch landschaftlich wider: Man hat auf der einen Seite das liebliche Unstruttal – ein sehr fruchtbares Tal in den Auen – auf der anderen Seiten dieses Kyffhäusergebirge, das wie ein düsterer Meteorit in der Landschaft liegt – zumindest, nimmt man das so wahr, wenn man sich aus östlicher Richtung dem Berg nährt. Dann ist dieses martialische Denkmal schon von weitem zu sehen. Man sieht es wirklich schon aus vielen vielen Kilometern Entfernung, wenn man z.B. auf der jetzigen Südharzautobahn – damals war es die B80 – entlangfährt. Dies ist übrigens eine alte Handelsstraße, die von Göttingen nach Halle führte. Daher auch die Burgen auf dem Kyffhäuser. Von dort aus konnte man die Straße kontrollieren und Zölle erheben. Kaiser Barbarossa hat mehrmals in seinem Leben die Reichsburg Kyffhausen besucht und als Ausgangspunkt für seine Kriegszüge genutzt. Sie diente Ende des 19. Jahrhunderts als Fundament für das Denkmal, das von Kriegsvereinen, die sich zum Kyffhäuserbund zusammengeschlossen hatten, in einem nationalistisch, völkischen Geist errichtet wurde. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Kommunisten die Macht übernommen hatten, gab es Pläne, das Denkmal zu sprengen. Verhindert wurde diese Sprengung interessanter Weise von einem sowjetischen Offizier, der sagte, dass die Deutschen lernen müssten, mit ihren Denkmälern zu leben.

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Kyffhäuserdenkmal (Quelle http://www.pixabay.com)

Heart of Brandenburg: Ein irres Thema. Das Denkmals blieb also erhalten. Wie ging es dann weiter?

Thea Keisken: Während der DDR-Zeit existierte das Denkmal weiter als Ausflugsziel, auch wenn es nicht besonders beworben wurde und dann auf einmal plante die Führung der DDR sich zum 40. Jubiläum ein Geschenk machen:

Der Reformator Thomas Müntzer wurde als revolutionärer Kämpfer verehrt . Er war ursprünglich ein Mitstreiter Martin Luthers. Aber während Luther nur die Kirche reformieren wollte, wollte Thomas Müntzer auch eine Reformierung der Gesellschaft erreichen. Dafür wurde er in der DDR gefeiert.

Am Kyffhäuser in Bad Frankenhausen hatte die letzte entscheidende Schlacht der Bauernkriege (Anm: 15. Mai 1525), also der Aufstände stattgefunden, die von Müntzer angeführt wurden. An einem einzigen Tag wurden auf dem so genannten Schlachtberg in Bad Frankenhausen 6000 Bauern niedergemetzelt, Müntzer verhaftet und der Gerichtsbarkeit in Mühlhausen überstellt, wo er hingerichtet wurde. Dieses Ereignis wurde in einem riesigen Runddenkmal, dem Bauernkriegspanorama (Anm.: Entstanden 1976-1987) festgehalten. Es findet auch in meinem Buch Erwähnung, da sich für mich eine Kontinuität über das Mittelalter, die NS Zeit und die DDR in einem fortwährenden Rückgriff auf die deutsche Geschichte feststellen lässt, die sich in dieser Gegend ganz besonders spiegelt. Man kann dort wirklich eine Reise durch die Geschichte machen und genau das hat mich immer an dieser Gegend fasziniert, als ich dort gelebt und gearbeitet habe.

Heart of Brandenburg: Genauso habe ich das auch wahrgenommen und habe daher auch das Bild von der düsteren Wolke gewählt. Für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, muss man festhalten, dass es sich außerdem um einen sehr sehr spannenden Krimi handelt, der keine Längen hat, immer wieder interessante Beschreibungen der Umgebung liefert, so dass im Kopf ein sehr lebendiges Bild entsteht. Gerade weil diese Gegend den meisten aus Westdeutschland zugezogenen Berlinern gar kein Begriff ist. Ich bin auf jeden Fall fasziniert.

Jetzt erst habe ich gelesen, dass auf dem Cover der Untertitel „Holger Knocharskis erster Fall“ auftaucht: Planst Du eine Fortführung?

Thea Keisken: Richtig. Ich habe noch Ideen für mindestens 2 weitere Romane. Ich weiß aber noch nicht, wann ich diese zeitlich realisieren kann aber die Inspiration ist da und ich bin mir sicher, dass ich sie irgendwann noch umsetzen wer. Es wird sich dann nicht wieder alles um das Kyffhäuserdenkmal ranken, aber es wird wieder in dieser Gegend in den 90er Jahren spielen, weil das die Zeit ist, die ich dort live erlebt habe. Die Zeit der großen gesellschaftlichen Umschwünge, denen die ostdeutsche Bevölkerung nach der Wende ausgesetzt war… Ganze Lebensplanungen wurde von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt, als den Menschen ein neues System übergestülpt wurde. Genau diese Auswirkungen habe ich dort hautnah erlebt. Gerade das hat bei mir starke Eindrücke hinterlassen.

Dieses Lebensgefühl möchte ich in meinen Romanen rüberbringen. Ich würde mir wünschen, dass Westdeutsche mehr Verständnis für manche Befindlichkeiten der Ostdeutschen haben, die es auch heute noch gibt. Vielleicht heute sogar mehr als damals. Wenn man beispielsweise die PEGIDA Problematik usw. betrachtet, muss man auch versuchen, die Ursachen zu erforschen. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Ursachen auch in diesem Überstülpen des neuen Systems und wie Wende und Nachwendezeit abgelaufen sind zu finden sind. Da ist noch ganz viel aufzuarbeiten. Es wäre natürlich meine Wunsch, dass ich da in irgendeiner Form zu beitragen kann. 

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Kyffhäuserdenkmal (Quelle http://www.pixabay.com)

Heart of Brandenburg: Ja, sehr interessant. Danke für diese Einblicke. Jetzt hast Du mir ja schon in der Vorbesprechung berichtest, dass Du Lesungen planst, um das Buch zu promoten. Bisher ist der Krimi nur als eBook im Eigenverlag erschienen und bei allen großen Internetportale wie Amazon, Thalia, etc. als Download erhältlich. Geplant für die nahe Zukunft ist jedoch auch eine Printausgabe zu veröffentlichen, die dann im Rahmen Deiner Lesereise erworben werden kann.

Hast Du dazu noch Neuigkeiten für uns. Vielleicht nehmen das ja auch einige unserer Leser zum Anlass mal am Kyffhäuser vorbeizuschauen…

Thea Keisken: Ja, geplant ist eine Lesung direkt am Kyffhäuser. Ich möchte in diesem Jahr das Buch im Selbstverlag drucken lassen und werde dann die erste öffentliche Lesung auch am Kyffhäuser abhalten. Das ist mir vom Leiter des Denkmals angeboten worden und ich werde diese Gelegenheit auch sehr gerne wahrnehmen. Ich hoffe, dass dies dann auch durch die Medien publik wird und ich werde dann entscheiden, wie der Vertrieb der Printausgabe am besten zu realisieren ist. Auf jeden Fall werde ich meinen Kyffhäuser Krimi den thüringischen Buchhandlungen und dem Denkmalshop selbst anbieten bzw. zur Verfügung stellen. Das ist auf jeden Fall in Planung. Ob es dann weitere Lesungen geben wird, hängt vom Erfolg aber auch von meiner persönlichen Zeitplanung ab, da ich beruflich aktuell sehr eingebunden bin.

Heart of Brandenburg: Sehr schön. Danke. Dann werden wir und er nächste Zeit ja noch einiges von Dir hören.  Vielleicht bietet sich ja auch mal eine Gelegenheit für eine Lesung in Berlin an. Wir sind gespannt.

Vielleicht verrätst Du uns zum Abschluss noch etwas über Dich. Du lebst im multikulturellen Umfeld Neuköllns. Du hast demnach sowohl Erfahrungen und Eindrücke im großstädtischen als auch im ländlichen Bereich sammeln können… Vielleicht noch ein paar Eindrücke aus Deinem Neukölln?

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 Detail Kyffhäuserdenkmal (Quelle http://www.pixabay.com)

Thea Keisken: Ich fühle mich in Neukölln einfach pudelwohl. Wie Du schon festgestellt hast, habe ich eine multikulturelle Familie und die fällt in Neukölln eben gar nicht auf. Deshalb haben wir uns dort – in diesem bunten Umfeld – von Anfang an total wohl gefühlt. Aber gerade mein Kiez rund um den herrlichen Richardplatz hat dörfliche Wurzeln: Das Böhmische Dorf mit dem Comenius-Garten ist eine wunderbar ruhige Ecke. Was man von Neukölln erstmal gar nicht erwarten würde. Trotzdem ist man direkt mitten in der Großstadt mit internationalem und multikulturellen Flair. Ich liebe das und kann mir gar nicht mehr vorstellen wo anders zu leben !

Vielen Dank an Thea.

Die Lesung findet am 24. Juni 2016 auf dem Kyffhäuserdenkmal im Hochzeitszimmer  statt. Beginn ist 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Barbarossas Erbe“ ist als eBook in verschiedenen Online Shops erhältlich.

 

 

 

Landesmuseum Brandenburg – Sonderausstellung

Zwischen Krieg und Frieden – Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945

noch bis 24. juli 2016

Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem deutsch-russischen Museum Berlin-Karlshorst

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges richtet sich der Blick auf bislang völlig unbekannte archäologische Relikte.
Erstmals gezeigt werden neu entdeckte Hinterlassenschaften der Roten Armee aus einer kurzen Zeitphase „zwischen Krieg und Frieden“ im Jahr 1945.
In den Brandenburgischen Wäldern lagerten große Truppenteile in regelmäßig angelegten Waldlagern aus eingegrabenen traditionellen Blockhäusern. Hier fand der Alltag der „Rotarmisten“ statt, abseits der vielleicht noch andauernden Kampfhandlungen um die „Reichshauptstadt“.
Es finden sich heute dessen Spuren, die als archäologische Funde von dieser Zeit erzählen, die von Kampf und Gewalt geprägt war, von Aneignung und Auslöschung, Überwindung und Überprägung im Großen wie im Kleinen, im Konkreten wie im Symbolischen.
Fundstücke wie Wehrmachts-Koppelschlösser mit eingeritzten Sowjetsternen, aussortierte „Kriegsbeute“, mit Inschriften versehene Alltagsgegenstände, selbst hergestellte (aber auch reguläre) Ausrüstungsteile sowie die Reste der Unterkünfte mit offenbar in der Umgebung requiriertem Zubehör und andere mehr werfen eine Vielzahl von Fragen auf, von denen die wenigsten schon beantwortet werden können.Die Ausstellung ist im oberen Kreuzgang zu sehen.

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Termine:  28.04., 19.05. und 16.06.2016, jeweils 16:00 Uhr
Dr. Thomas Kersting, Dezernatsleiter Archäologische Denkmalpflege, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

Quelle: Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster
Neustädtische Heidestr. 28
14776 Brandenburg an der Havel

Dienstag bis Sonntag, 10 – 17 Uhr
Montag geschlossen

„Der Name der Rose“ im Kloster Chorin

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Der Name der Rose im Kloster Chorin, Foto: H. Schulze

Nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco führt das Berliner Kriminal Theater am 27. Mai im ehemalige Zisterzienserkloster Chorin, das zu den bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik in Brandenburg gehört, „Der Name der Rose“ auf.

Der englische Franziskaner William von Baskerville reist mit seinem Novizen Adson von Melk in delikater politischer Mission in eine oberitalienische Benediktinerabtei. Dort sterben unter mysteriösen Umständen innerhalb weniger Tage fünf Klosterbrüder. Der Abt bittet den für seinen Scharfsinn bekannten William von Baskerville, die Todesfälle aufzuklären.Die furiose Kriminalgeschichte verbindet die Ästhetik des Mittelalters mit dem Realismus der Neuzeit  und schafft bedrohliche Spannung. (Quelle: Berliner Kriminal Theater )

Termin: Fr., 27.05.2016 | 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin

Tel.: +49 (0)33366-7037

Kloster Chorin

Info / Kontakt

Berliner Kriminal Theater
10249 Berlin

Tel.: +49 (0)30-47997488

Beelitz und der Spargel

Hallo aus Brandenburg,

nachdem wir am Wochenende auf Fototour in Beelitz-Heilstätten waren (Bericht folgt), lag es nahe, auch in Beelitz vorbeizuschauen, um – welch kreativer Einfall! – uns von der  Spargelernte 2016 zu überzeugen. Da wir jedoch mit der Bahn unterwegs, keine Räder dabei hatten, keine Lust auf ca. 5 km Fußweg hatten und auch die suboptimale Busverbindung nicht in unseren Zeitplan passte, mussten wir auf die Dienste des ortsansässigen Taxiunternehmens Stein zurückgreifen.

Die im Telefon eher wortkarge Taxifahrerin taute glücklicherweise nach den ersten Minuten im Taxi auf und kommentierte die aktuelle Verkehrslage, gab uns aber auch bereitwillig Auskünfte über Beelitz im Allgemeinen und  hilfreiche Infos zur lokalen Gastronomie.

Nach einer kurzen Besichtigung des verschlafenen aber liebevoll sanierten Stadtkerns, widmeten wir uns unserem eigentlichen Anliegen dem Hunger:

Mit erstklassiger Küche, die auch für Vegetarier interessant ist, präsentiert sich das Kochzimmer :

Das Kochzimmer – ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern –  liegt im malerischen historischen Stadtkern, hat eine schöne Terrasse im Hof und bietet verschiedene moderne Menüvariantionen mit deutlichen Bezügen zur  Brandenburger Küche.

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Leider konnten wir auf Grund unseres Budgets hier nicht spontan einkehren… Das werden wir aber ganz sicher in naher Zukunft nachholen und hier darüber berichten.

Wir haben uns dann für  Zur Alten Brauerei  entschieden. Hier wurden bereits im 17. Jahrhundert Gäste bewirtet und selbstgebrautes Bier ausgeschenkt. Obwohl hier schon seit langer Zeit kein Bier mehr gebraut wird, hat uns die Alte Brauerei voll überzeugt: Eine umfangreiche Spargelkarte mit leckeren Gerichten, freundliche Bedienung und ein stilvoll, rustikales Ambiente.

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Dann mußten wir auch schon wieder in Richtung Beelitz-Bahnhof aufbrechen, da der Regionalbahnfahrplan für Verbindungen nach Berlin ein strenges Zeitmanagement erforderlich macht ….

Bald findet in Beelitz übrigens wieder das alljährige Spargelfest statt. Das ist doch ein guter Anlass für einen weiteren Besuch.

Hier findet Ihr mehr Infos : Spargelfest

Viele Grüße und bis bald

Euer Paul

Infos:

Adresse: Mühlenstraße 30, 14547 Beelitz
Telefon:033204 35777
Adresse: Berliner Str. 195, 14547 Beelitz
Telefon:033204 709366

Bahninfo

 

 

Seen im Berliner Umland: Der Bernsteinsee

Hallo aus Berlin,

im Sommer ist nicht immer leicht, den geeigneten Badesee im Berliner Umland zielsicher anzusteuern: Manchmal ist es zu voll, wie z.B. am im Wald gelegenen Liepnitzsee, an dem schöne Liegestellen dann rar sind, oder die Wasserqualität ist nicht optimal, wie z.B. im Schlachtensee und und und…

Mir hat daher der Bernsteinsee bei Ruhlsdorf immer am besten gefallen. Der See liegt ca. 40 km nördlich vom Berliner Stadtzentrum und ist am besten mit dem Auto oder in Verbindung von Bahn und Rad zu erreichen. Die Heidekrautbahn (NEB) verkehrt regelmäßig von Berlin-Karow über Wandlitz nach Groß Schönebeck in der Schorfheide.

Nachdem man in Berlin-Karow eingestiegen ist, fährt man ca. 30 Minuten bis zur Station Ruhlsdorf-Zerpenschleuse und folgt dann dem Radweg an der L31, bis man nach ca. 20 Minuten den Bernsteinsee erreicht hat.

Der Bernsteinsee ist eine ehemalige, tiefe Kiesgrube mit toller Wasserqualität. Während das südliche Ufer frei genutzt werden kann, befindet sich auf der anderen Seite die Beach Zone mit Sandstrand, Bar und Beachvolleyballfeldern. Da wir keine ausreichenden Getränkevorräte dabei hatten, habe wir uns also für die Beach Zone entschieden.

Tolle Wasserqualität, großzügiger Strand ohne Sardinen-Feeling, nette Bar und viele Sportmöglichkeiten am Rande!

Hier sind unsere Impressionen:

In Hoffnung auf besseres Wetter…

Beste Grüße

Paul

Tipp: Wer mit dem Rad kommt und sich vorher noch mit Getränken und Snacks ausrüsten möchte, kann dies in dem kleinen Lebensmittelladen an der Ruhlsdorfer Dorfstraße erledigen.

Geografische Lage: Bernsteinsee