Monat: Juni 2016

Potsdam oder ein Hauch von Berlin – Krümelfee & 11-line

Hallo aus Potsdam,

wer beim Besuch der brandenburgischen Landeshauptstadt einen Ausgleich zu Hochkultur und Touri-Cafés braucht, sollte auf jeden Fall in der Charlottenstraße vorbeischauen. In der Nähe des Brandenburger Tors gibts nämlich 2 coole Locations, die einen Hauch von Berlin versprühen…

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Krümelfee – Manufaktur-Café

 

Fotos: Krümelfee

Hier gibts leckere Torten, Cupcakes und Cakepops, bunte Kuchenbällchen am Stiel, in vielen Varianten, Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Alle Köstlichkeiten sind zauberhaft verziert und sogar das blumig, pastellige Ambiente des Cafés erinnert an eine Szene aus Alice im Wunderland. Im Hintergrund befindet sich die frei einsehbare Küche, in der Chefin Nicole Ehlers auch Back- und Konditoreiworkshops anbietet.

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Foto: Krümelfee

 

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11LINE Galerie | Caffé | Bar

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Foto: 11-line

Auf der sonst eher beschaulichen Charlottenstraße geben sich hier Potsdams Studenten und Hipster die Klinke in die Hand. Auf bunt zusammengewürfelten Bänken, Hockern und Strandstühlen, die den Gehweg vor dem Laden säumen, kommt besonders abends bei schönem Wetter beinahe Partystimmung auf. Auch drinnen entwickelt das 11-line ein für Potsdam außergewöhnliches Eigenleben: Hip, Wohnzimmeratmosphäre, Retro-Charme. Dabei ist das 11-line gleichzeitig Bar, Café und Galerie!

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Mittwochs findet im Keller die Tischtennisrunde statt und sonntags kann man ausgiebig brunchen.

Bis bald

Paul

 

 

Krümelfee

Charlottenstr. 117

14467 Potsdam

0331/ 600 519 65

Öffnungszeiten

Mi – Fr  13:00 – 19:00 Uhr  | Sa – So  10:00 – 17:00 Uhr

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Charlottenstraße 119
14467 Potsdam
Öffnungszeiten: täglich 11:00 – 0:00 Uhr

 

Der schöne Sonntagnachmittag – Berlin Mauerpark

Hallo aus Berlin,

am vergangenen Sonntag bin ich mal wieder im Mauerpark gewesen. Obwohl ich ganz in der Nähe wohne, habe ich dieses Sonntagnachmittags-Highlight in der letzten Zeit leider etwas vernachlässigt. Zu Unrecht!

Denn auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Berlin Wedding und Prenzlauer Berg treffen sich an besonders hoch frequentierten Sonntagen bis zu 40.000 BesucherInnen, BerlinerInnen, TouristInnen, KünstlerInnen, MusikerInnen, FlaschensammlerInnen, HändlerInnen, Hunde und Hündinnen, um ein Festival zu feiern, welches seines gleichen sucht. In der britischen „Time Out“ findet sich der Mauerpark sogar an 3. Stelle der Berliner Top-Attraktionen.

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Hier wird gegrillt, bis das Ordnungsamt kommt, Jungendliche und Erwachsene sitzen im Gras, trinken Bier und chillen, Kinder schaukeln, Sprayer sprayen, im großen Amphitheater findet Joe Hatchiban’s Karaoke statt und an verschiedenen Orten treten Bands und Solokünstler mit einem vielfältigen Programm auf, welches von Reagge über Funk bis hin zu Electro reicht.

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Dann ist da noch der große Flohmarkt, auf dem von Schallplatten, über Fahrräder, Elektronik bis hin zu Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen, ob nun Vintage oder Standard, auch jede Menge extravagante Kleidung und Accessoires angeboten werden.

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IMG_1800Am Stand von Josi und Foxi Brown…

 

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Nach ein paar Drinks im Mauersegler, gehts zurück in Richtung Kastanienallee mit dem obligatorischen Zwischenstopp in der Oderberger. Die breite Straße mit den imposanten Gründerzeithäusern bildet neben der Eberswalder Straße die Haupteinfallschneise in den Mauerpark und hat nicht zuletzt durch den Film „Meine Oderberger Straße“ von Freya und Nadja Klier deutschlandweit Berühmtheit erlangt.

IMG_0372Foto: Infotafel Bernauer Straße (abfotografiert)

Während hier bis 1989 die DDR zu Ende und an Partysonntage im Park nicht zu denken war, findet man hier seit den späten 90ern tolle Restaurants, Bars, Cafes und Shops…

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… und eben auch meinen Lieblingsinder Naan. Ohne viel Schnickschnack und Folklore werden hier sehr leckere und gut gewürzte traditionelle Gerichte vom Indischen Subkontinent serviert. Neben den günstigen Preisen, gibts auch noch einen sehr netten Service und eine große Auswahl an vegetarischen sowie veganen Gerichten.

22-naanFoto: restaurant-naan.de

Dann ist der Sonntag auch schon wieder vorbei… aber nur fast! Denn zum Finale gibts noch einen Absacker im Dave Lombardo am Zionskirchplatz.

Bis bald und beste Grüße

Euer Paul

Infos zum Mauerpark

Infos zum Flohmarkt

 

 

 

Beelitz – Heilstätten : Baumkronenpfad

Hallo zusammen,

wir haben kürzlich eine Fototour nach Beelitz-Heilstätten – dem alten Lungensanatorium vor den Toren Berlins –  unternommen und waren beeindruckt…

Morbide, verwunschen, gruselig, so kann man die Ruinenstätte am besten charakterisieren. Erhabene, ehemals prächtige Gebäude inmitten einer weitläufigen Parkanlage erzählen eine bewegte Geschichte, die mehr als 100 Jahre zurückreicht. Natur, Geschichte und Architektur formen in Beelitz-Heilstätten ein unvergleichlich faszinierendes Gesamtbild. 

Anfang des 20 Jahrhunderts gehörte das Lungensanatorium Beelitz zu den größten und fortschrittlichsten Einrichtungen seiner Zeit. 1902 fertiggestellt, dienten die Heilstätten als Behandlungsort für Berliner Arbeiter, die sich durch die prekäre Situation in den feuchten Mietskasernen besonders häufig mit dem Tbc-Erreger infizierten.

Die Anlage umfasst vier Komplexe, in denen Frauen und Männer strikt getrennt behandelt wurden: Jeweils ein Sanatorium für chronisch Kranke und jeweils eine Lungenheilstätte. 1908 bot die Anlage Platz für 1200 PatientInnen.

Quelle: Infotafel Baum & Zeit (abfotografiert)

Während beider Weltkriege dienten die Heilstätten als Lazarett für verwundete Soldaten, zu denen 1916 auch Hitler gehörte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das teilweise schwer zerstörte Gelände von der Roten Armee übernommen. Der Komplex diente bis 1994 als größtes Militärhospital der sowjetischen (später: russischen) Armee im Ausland.

So wurde in den ehemaligen Heilstätten auch der an Krebs erkrankte Erich Honecker im Frühjahr 1990 behandelt und lebte dort zusammen mit seiner Frau, bis beide im März 1991 ins Moskauer Exil ausgeflogen wurden.

Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1994 verfiel die ohnehin schon marode Anlage immer weiter und wurde vom Wald überwuchert.

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Während einige Gebäude saniert, ergänzt und z.B. als neurologische Rehaklinik genutzt werden, ist der riesige Komplex westlich der Landstraße (ehem. Frauen-Lungenheilstätte) dem Verfall preisgegeben.

Es liegt nahe, dass die Mischung aus ungewöhnlicher Architektur und Verfall die Heilstätten immer wieder zu einem beliebten Motiv für Filmproduktionen macht. So wurden hier auch auch Teile von Polańskis Der Pianist oder Operation Walküre mit Tom Cruise gedreht.

Da das Gelände bis 2015 auf offiziellem Wege nur schwer zugänglich war, ist es umso erfreulicher, dass im vergangenen Herbst der Baumkronenpfad „Baum & Zeit“ eröffnet wurde. Aus 23 Metern Höhe erschließt der 320 Meter lange Baumkronenpfad nun eine völlig neue und inspirierende Perspektive auf die von Pflanzen überwucherte einzigartige Ruinenlandschaft.

Hier sind unsere Fotoimpressionen:

Wir können Euch Beelitz-Heilstätten für einen Tagesausflug absolut empfehlen. Wer mit dem Auto oder dem Rad unterwegs ist, sollte im Anschluss auf jeden Fall noch einen Abstecher in die ca. 5km entfernte Spargelstadt Beelitz machen. Hier ist unser Beitrag zu Beelitz

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Viele Grüße und bis bald

Euer Paul

 

Infos:

Öffnungszeiten:

Mai – September 09:00 – 19:00 Uhr

April- Oktober 09:00 – 17:30 Uhr

November – März 10:00 – 16:30 Uhr

Erwachsene zahlen 9,50 EUR, Kinder und Jugendliche von 7-17 Jahren 7,50 EUR.

Weitere Informationen zu Ermäßigungen, Gruppenkarten und Führungen gibts direkt bei:

Baum & Zeit

Straße nach Fichtenwalde 13
14547 Beelitz-Heilstätten

033204/634723

Anreise mit der Bahn von Berlin:

Ab Berlin HBF fährt die Bahn tagsüber in der Regel stündlich in ca. 45 Minuten direkt nach Beelitz-Heilstätten und zurück.

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