Monat: November 2016

Herbst in Alexandrowka – Fotoimpressionen

Die Russische Kolonie Alexandrowka: Ein pittorskes Parkdorf nach russischem Vorbild mitten in Potsdam, ehemals bewohnt von russischen Sängern, die als Kriegsgefangene an den preußischen Hof gekommen waren.

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Friedrich Wilhelm III. von Preußen ließ die Anlage in den Jahren 1826/27 als Denkmal für den 1825 verstorbenen Zar Alexander I. errichten und benennen.

Als Teil der Potsdamer Kulturlandschaft ist die Kolonie heute UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

Die Brandenburger Küche: Teltower Rübchen, Spreewälder Gurken, Knieperkohl & Co.

Hallo zusammen,

in den nächsten Wochen werden wir unser Augenmerk verstärkt auf die Spezialitäten der Brandenburger Küche richten. Gerade weil die hiesigen Kochgewohnheiten als eher einfach abgetan und nicht selten belächelt werden, möchten wir Euch zeigen, dass die Brandenburger Küche mehr zu bieten hat, als im Allgemeinen angenommen wird. Anhand von Rezepten, Koch-Features und Restaurantkritiken werden wir Rainald Grebes provokantes Zitat „Nimm Essen mit nach Brandenburg“ aus dem Song Brandenburg genauer unter die Lupe nehmen!


heart-of_brandenburg_cpixabay_gemuseFotos (c) Pixabay

Seen, Wäldern, der berühmten Märkischen Sand sowie die Traditionen der slawischen und norddeutschen Bevölkerung sind prägend für die traditionelle Brandenburger Küche.

Spezialitäten wie Teltower Rübchen, Knieperkohl, Beelitzer Spargel, Spreewälder Gurken, Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, Plinsen (Pfannkuchen) oder auch das berühmte Fürst-Pückler-Eis sind überregional bekannte Highlights der Küche zwischen Uckermark und Niederlausitz.

Es ist Friedrich dem Großen zu verdanken, dass die Kartoffel hier heimisch wurde und auch heute noch wichtiger Bestandteil der Küche ist.

Die waldreichen Gebiete der Schorfheide, der Niederlausitz und dem Hohen Fläming zeichnen sich dafür verantwortlich, dass Wild- und Pilzgerichte auf keiner Speiskarte fehlen. In guten Jahren sind Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze reichlich in den Brandenburger Wäldern anzufinden und es verwundert nicht, dass sie die Gerichte der regionalen Küche entscheidend prägen. Aber auch die unzähligen fischreichen Gewässer der Region mit Karpfen, Zander und Hecht, bereichern die Speisekarten vieler Restaurants und die Kochgewohnheiten der Brandenburger.

Die fruchtbaren Böden des Spreewald bieten zusammen mit reichlich Wasser die beste Voraussetzung für das Gedeihen von Gurken und Kürbisgewächsen. Das erkannten schon vor Jahrhunderten die im Spreewald ansässige Holländer. Um überschüssige Ernten haltbar zu machen, setzten sie das Verfahren der Milchsäurevergärung ein. Durch Verfeinerung mit Gewürzen und frischen Kräutern entstand daraus später die echte Spreewaldgurke.


Fotos 1-12 (c) Pixabay

Hier noch eine Auswahl an Brandenburger Spezialitäten:

Spreewaldsauce

Eine klassische gebundene Sauce, die auch schon Fontane zu schätzen wusste:

„Das wäre kein Spreewaldsmahl, wenn kein Hecht auf dem Tisch stände, und das wäre kein Hecht, wenn ihn nicht die berühmte Spreewaldsauce begleitete, die mir wichtig genug erscheint, um hier das Rezept in seinen äußersten Umrissen folgen zu lassen. Das Geheimnis dieser Sauce ruht in der kurzen Formel: wenig Butter, aber viel Sahne.“

Spreewaldsauce wird vor allem zu gekochtem Fisch wie Aal, Hecht oder Zander gereicht. Zur Zubereitung wird aus Fischbrühe und heller Mehlschwitze eine weiße Grundsauce hergestellt, die dann mit Sahne, Petersilie und Dill verfeinert wird.

Quark mit Leinöl 

Eine traditionelle Spezialität der Niederlausitz sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

Knieperkohl

Knieperkohl ist eine Spezialität aus der Prignitz und besteht aus einer Mischung aus Weißkohl, Grünkohl, Markstammkohl sowie Kirsch- und Weinblättern.

Teltower Rübchen

Früher als Arme-Leute-Essen angebaut, sind Teltower Rübchen heute eine begehrte Delikatesse, die selten in konventionellen Supermärkten erhältlich ist. Am ehesten wird man in Bioläden und auf gut sortierten Märkten fündig.

Britzer

Die Knacker sind eine typische Rohwurstsort aus der Region. Erhitzt ist sie die perfekte Begleiterin von deftigen Eintöpfen oder Gemüsegerichten wie z.B. Grün- oder Knieperkohl.

Spreewälder Gurken

Senfgurken, Saure Gurken, Pfeffergurken, Knoblauchgurken oder Gewürzgurken – die traditionellen Rezepturen der Spreewaldgurken sind noch oft streng gehütete Familienrezepte. Der herzhafte und aromatische Geschmack ist das typische Merkmal der echten Spreewälder Gurken.

Beelitzer Spargel

Der Märkische Sand in der Nuthe-Nieplitz-Niederung ist dafür bekannt, dass hier Spargel hervorragend gedeiht und so der Beelitzer Spargel Weltruhm erlangt hat. Saison ist immer von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni.

Fürst Pückler Eis

Das älteste bekannte Rezept stammt vom Königlich-Preußischen Hofkoch Louis Ferdinand Jungius, der Fürst Pückler-Muskau – dieser residierte auf Schloss Branitz bei Cottbus – 1839 in seinem Kochbuch ein dreischichtiges Sahneeis widmete. Die heute als Fürst-Pückler-Eis bezeichnete Spezialität ist in der Regel eine Kombination aus Schokoladen- und Erdbeer- und Vanilleeis.


Beste Grüße und bis bald

Paul

 

 

 

Mein Kiez Teil 2 -Vom Rosenthaler Platz bis zur Zionskirche

Hallo aus Berlin,

heute geht es in „Mein Kiez“ vom Rosenthaler Platz über den Weinbergspark bis zur Zionskirche. Rund um den Weinbergspark in Berlin-Mitte hat sich seit den frühen Nullerjahren ein sehr lebenswertes Innenstadtquartier entwickelt, welches über die berühmten Kastanienallee – vor ein paar Jahren auch Casting-Allee genannt – nahtlos in Prenzlauer Berg übergeht. 

Titelfoto und Fotos 1-3: Markus Rack Photography

Rund um Rosenthaler Platz und Weinbergspark gibt es viel zu entdecken!

Der Weinbergsweg mit seinen hippen Cafés ist schon lange ein Anziehungspunkt für Anwohner und Touristen: DalumaGalãoGorki Park – eines der ältesten Cafés im Kiez – und das Café Fleury säumen den Weg. Dann gehts weiter bergauf vorbei am Park in Richtung Kastanienallee. Obwohl das Wohngebiet im Umfeld des Weinbergspark mit zu den kinderreichsten Kiezen in Berlin gehört, wurde der Park jahrelang vernachlässigt. Erst nachdem Anwohner mit Unterschriften und Protesten die Instandsetzung einforderten, um auch der dort damals fast schon etablierten Drogenszene entgegenzutreten, stellte der Senat seit Ende 2005 Gelder für die Sanierung zur Verfügung.

Fotos (c) Heart Of Brandenburg

Mittlerweile hat sich alles entspannt und der Park ist im Sommer der Anlaufpunkt zum Sonnenbaden, chillen und ist mit seinem Wasserbecken und dem angrenzenden Spielplatz auch ein toller Ort für Kinder. Vom Frühling bis zum Herbst hat außerdem noch der Rosengarten Kulturpavillion mit seinem tollen Rahmenprogramm, welches von DJ-Sets bis zu Filmabenden reicht, geöffnet.

Fotos 1-3 & 5 (c) Heart Of Brandenburg, Foto 4 (c) Markus Rack Photography

Bevor wir über die Fehrbelliner Straße weiter zum Zionskirchplatz vordringen, sollte das Sababa auf der unteren Kastanienallee nicht unerwähnt bleiben: Sababa – Mama’s Kitchen bietet israelische Spezialitätenund und versteht sich als Berlins Hummus Hotspot und ist für mich neben Feinberg’s in Schöneberg eins der besten israelischen Restaurants der Hauptstadt.

In der Fehrbelliner Straße  ist das La Focacceria schon seit vielen Jahre eine Institution. Die große Auswahl an leckeren Foccacias kann man im Sommer gemütlich vor dem kleinen Restaurant genießen oder direkt mit in den Weinbergspark nehmen. Schräg gegenüber gibts dann schon die nächste Institution: Die Weinerei mit ihrem 60er-Jahre-Flair, tagsüber Café und am Abend Weinbar, gehört für mich zu den schönsten Läden im Kiez!

Die Zionskirche steht auf einer der höchsten natürlichen Erhebungen Berlins.In der Zionskirche predigte und von 1931 – 32 Dietrich Bonhoeffer, der durch seinen aktiven Widerstand gegen den NS-Staat berühmt wurde. Vor der Wiedervereinigung war in der Kirche die Umwelt-Bibliothek untergebracht. Sie war die einzige freie Druckerei der DDR. Hier druckten Oppositionelle Flugblätter und Untergrundzeitschriften. Heute ist der Zionskirchplatz für mich einer der schönsten und entspanntesten Orte der Stadt und seit der Sanierung fühlt man sich manchmal wie in einer Babelsberger Filmkulisse. Direkt gegenüber vom Kirchturm befindet sich dann noch das wunderbare kleine Restaurant La Bigoudène mit Crêpes und saisonale bretonischen Spezialitäten.

 

Allen, denen das zu idyllisch ist, kann ich noch das Dave Lombardo empfehlen. Das Dave mit der „Rockpalast“-Leuchtreklame eignet sich bestens für lange Abende bei Bier, Zigaretten und guter Musik!

Viele Grüße und bis bald

Paul

Mein Kiez Teil 1

26. FilmFestival Cottbus – Osteuropa zwischen Geschichte und neuen Herausforderungen

Hallo zusammen,

Cottbus ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und hat mit seinem Staatstheater eines der schönsten und eindruckvollsten Jugendstilgebäude Deutschlands, sondern ist auch Austragungsort des renommierten, alljährlich stattfindenden FilmFestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films:


Bereits zum 26. Mal bringt das FilmFestival Cottbus vom 8. bis 13. November die Welt des ost-europäischen Films nach Cottbus.

In vier Wettbewerben und weiteren acht Programmsektionen präsentiert es vom Blockbuster bis zum Arthousefilm knapp 200 Produktionen aus rund 35 Ländern. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgt für Anregung und Unterhaltung auch abseits der Leinwand.

FilmFestival Cottbus Trailer: Regie: Natalia Sinelnikova, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (c) FilmFestival Cottbus

Kern des Festivalprogramms sind erneut die drei Sektionen Wettbewerb SpielfilmWettbewerbKurzspielfilm sowie U18 Wettbewerb Jugendfilm, dessen Umfang – bisher Polen und Deutschland – in diesem Jahr um die Tschechische Republik erweitert wird. Einmal mehr konnten für die Bewertung der Beiträge fachkundige Jurys gewonnen werden. Schon die Jury des Wettbewerbs Spielfilm ist hochkarätig besetzt: über die diesjährigen Preisträger entscheiden die Schauspielerin und Regisseurin Mirjana Karanović (Serbien), die Cottbus-Gewinnerin 2015 und diesjähriger Berlinale-„Shootingstar“ Tihana Lazović (Kroatien), die Schauspielerin Kate Molchanova (Ukraine), der Produzent Marek Rozenbaum (Israel) sowie die Schriftstellerin Elisabeth Hermann (Deutschland).

Themen 2016: Spuren suchen und Fokus Kuba

„Gerade in der heutigen Zeit ist es immens wichtig, mit allen verfügbaren Mitteln Brücken zu schlagen. Das tun wir hier hauptsächlich mit dem Medium Film“, beschreibt Geschäftsführer Andreas Stein die Intention des Festivals. Programmdirektor Bernd Buder konkretisiert: „Mit einer neuen Fokus-Reihe, die sich in diesem Jahr Kuba widmet, wenden wir uns einem Themenspektrum zu, welches uns in Länder führen wird, die im 20. Jahrhundert stark von den Einflüssen des Sozialismus sowjetischer Lesart geprägt wurden. Außerdem wird die Specials-Reihe „Spuren suchen: deutsch-tschechisch-polnische Geschichte(n) im Wandel“ die zunehmenden Bemühungen polnischer und tschechischer Filmemacher aufgreifen, die Aussiedlungen von Menschen als Folge der Ereignisse während des Zweiten Weltkrieges detailliert zu beleuchten.“ Die Reihe „Brücken und Brüche“beschäftigt sich mit Identifikationsbrüchen im Ostdeutschland der 90er Jahre.
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Die Organisatoren stellen sich nach dem Jubiläumserfolg im vergangenen Jahr erneut auf rund 20.000 Kinobesucher ein und möchten auch weiterhin das FilmFestival Cottbus als Kompetenzzentrum für das zeitgenössische osteuropäische Kino verstanden wissen: so sind beteiligte Branchengäste zu Film- und Fachgesprächen eingeladen, und auch die Website http://www.filmfestivalcottbus.de erfährt eine Frischzellenkur und wird in Zukunft ein umfangreiches Archiv an bisherigen Festivalbeiträgen seit 1991 listen.
Das FilmFestival Cottbus wird maßgeblich unterstützt vom Land Brandenburg, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der Stadt Cottbus, dem Auswärtigen Amt sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
(c) Quelle & Medien: FilmFestival Cottbus

Beste Grüße und bis bald
Paul

„Ein Urwald entsteht“ Führung ins UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenwald Grumsin“

Der Buchenwald Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist einer der größten zusammenhängenden Tieflandbuchenwälder weltweit. Er befindet sich zwischen Angermünde und Joachimsthal und wird seit über 20 Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

Das markante Relief mit Höhenzügen und tiefen Senken wurde in der letzten Eiszeit geprägt, ist durchzogen von zahlreichen Mooren, Tümpeln, Bächen sowie kleinen Seen und bietet somit die Grundlage für eine artenreiche Flora und Fauna.

(c) Titelfoto, Foto 1-2 Pixabay

Das UNESCO-Weltnaturerbe-Teilgebiet Buchenwald Grumsin liegt in der Kernzone des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Das einzigartige Gebiet verwandelt sich langsam wieder in einen Urwald und so können sich hier seltene Arten wie z.B. Kranich, Seeadler und Schwarzstorch ansiedeln und frei entfalten!

(c) Fotos 1-2 Pixabay
Um Einblicke in einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu erlangen, bietet der Tourismusverein Angermünde e.V. exklusive Führungen an:

„Die behutsam geführte 3-stündige Wanderung in das Naturentwicklungsgebiet des Grumsiner Buchenwaldes hinein ist einzigartig. Von einem Spezialisten geführt, schärfen sich die Sinne für die Erhabenheit des in der Entstehung befindlichen Urwaldes mit seinen mächtigen Rotbuchen und geheimnisvollen Mooren. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind ein Muss!“

Die nächsten Führungen finden am 12.11.2016, 26.11.2016 & 10.12.2016 um jeweils 11:00 Uhr statt. Anmeldeschluss ist jeweils am Freitag vor der Führung um 12:00 Uhr.

Preis: Mindestpreis 90,- Euro für unter 6 Personen, ab 6 Personen 15,- Euro p.P. , Kinder 12-16 Jahre 8,- Euro, Kinder unter 12 Jahre können kostenfrei teilnehmen. Die Führung ist auf maximal 15 TeilnehmerInnen begenzt.

Treffpunkt:  BiberBus-Bushaltestelle Gehegemühle, 16278 Gehegemühle