Brandenburger Winterküche

 

‚Man geht in den Garten, sucht sich das, was gerade geerntet werden kann und fängt an zu kochen!‘

 

Im Herbst haben wir reichlich Möhren, Äpfel, Quitten und auch Kürbisse geerntet. Also Obst und Gemüse, welches sich gut für die Einlagerung eignet und auf das man dann im Laufe des Winters zurückgreifen kann.

Gerade für die Lagerung von Kürbissen ist es wichtig, dass diese keine schadhaften Stellen aufweisen und vorher nicht abgewaschen werden. Der Stiel sollte auf ca. 1 cm gekürzt, jedoch auf keinen Fall komplett entfernt werden. In erster Linie brauchen Kürbisse einen kühlen und trockenen Lagerort, wobei die Idealtemperatur zwischen 10 und 14 Grad liegt. So kann man das Gemüse durchaus ein paar Monate aufbewahren. Auch wenn man auf keine eigene Ernte zurückgreifen kann, bekommt man Kürbisse bis in den März hinein noch beim (Bio-) Bauern.

Für alle Freunde der Brandenburger Küche kochen wir heute mit den Zutaten aus Elkes Garten in Löwenbruch ein klassisches und saisonales Gericht. 

Kürbissuppe & Quittenkompott mit Plinsen

Zutaten für ca. 5 Personen

Kürbissuppe: 1,5 kg Kürbis, 1 Zwiebel, 100 g Ingwer, 3 Möhren, 5 kleine Kartoffeln, 2 Quitten, 1/4 Sellerieknolle, ca. 700ml Gemüsefond oder Gemüsebrühe, 3 EL Öl, 250 g Sahne, etwas Butter, Salz, Pfeffer & Zucker

Quittenkompott mit Plinsen: 6 Quitten, Gelierzucker, Zimt, 4 Eier, 1 Liter Milch, 400 g Mehl, 20g Zucker, Prise Salz & Butter zum anbraten

Die Kürbissuppe

Den Kürbis aufschneiden und das Kürbisfruchtfleisch kleinschneiden. Das „fädige“ Innere wird herauslöst und entsorgt. Die Kürbiskerne können getrocknet und geröstet werden und dienen dann als Dekoration der nächsten Kürbissuppe. Dann Zwiebeln, Kartoffeln, Quitten (entkernen) und Sellerie schälen und würfeln. Nun kann das Öl in einem großen Topf erhitzt werden. Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen und leicht anbraten. Mit der Brühe ablöschen und alles zugedeckt bei schwacher Hitze 15-20 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis zerfallen ist. Dabei ab und zu umrühren.

Jetzt wird die Temperatur auf ein Minimum reduziert. Dann die Suppe mit einem Pürierstab pürieren, mit Salz, Pfeffer, Zucker und einem Stich Butter abschmecken, den Ingwer reiben und mit der Sahne hinzugeben. Warmhalten und 30 Minuten ziehen lassen, damit sich sie Aromen gut entfalten können.

Quittenkompott & Quittengelee

Aus den Quitten bereiten wir sowohl unser Dessert, als auch ein Gelee zu. Letzteres kann man bei richtiger Zubereitung und Lagerung auch noch nach Monaten genießen!

Die einfachste Methode, mit der man Quitten entsaften kann, ist im Kochtopf. Man gibt die Quittenstücke in einen Topf und fügen Sie gerade soviel Wasser hinzu, dass die Stücke bedeckt sind. Dann 20-30 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen. Die gekochten Quittenstücke für das Dessert entnehmen und abkühlen lassen. Zusammen mit Zimt und Zucker zu einem Kompott verrühren.

Anschließend den Saft für das Quittengelee abmessen, mit dem Gelierzucker (Verhältnis nach Anleitung auf der Packung!) mischen und in einem Topf bei starker Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, bis das gesamte Gelee kräftig sprudelt. Nun vier Minuten unter ständigem Rühren weiterkochen lassen. Das Gelee in abgekochte Schraubgläser füllen, sofort mit den ebenfalls abgekochten Twist-off-Deckeln gut verschließen und abkühlen lassen. Das fertige Quittengelee muss kühl und dunkel gelagert werden und ist dann im besten Fall ca. 3 Jahre haltbar.

Zum Abschluss werden die Eier mit Milch, Mehl, Zucker und einer Prise Salz gut verquirlt, portionsweise in eine beschichtete Pfanne gegeben und mit Butter zu etwa 1 cm dicken Plinsen (Eierkuchen, sorbisch plinc oder dialektal blinc) gebacken. Parallel dazu kann dann auch die Kürbissuppe wieder aufgewärmt werden.

Fertig!

Zur Suppe empfehlen wir einen ‚Kloster Pforta Pfortenser Köppelberg Grauer Burgunder Trocken 2013‘ (Saale-Unstrut) und zum Dessert ein Gläschen Zinnaer Klosterbruder!

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