Schlagwort: Kultur

Villencolonie Alsen am Großen Wannsee

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand am westlichen Ufer des Großen Wannsees die Villencolonie Alsen. Die Kolonie war mit ihren repräsentativen Villen, pächtigen Schlössern, großzügigen Gartenanlagen, Segelclubs und Vereinen reger Mittelpunkt des illustren Lebens des Berliner Großbürgertums. 

Heute erinnern nur noch wenige Häuser an die glanzvolle Welt des Berliner Großbürgertums und an die Bewohner der prächtigen Villen. Schon nach dem Ersten Weltkrieg setze der langsame Niedergang der Kolonie ein, denn einige Bewohner  konnten ihre Villen wegen der Inflation nicht mehr halten und mussten verkaufen. Bis 1941 wurden jüdische Besitzer jüdischer Herkunft vertrieben, enteignet oder ermordet. Ihr Eigentum ging dann in die Hände prominenter Funktionäre über oder wurden für nationalsozialistische Einrichtungen genutzt. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam es schließlich noch zu Kriegsschäden, da der Volkssturm hier das Vordringen der Roten Armee in die Innenstadt aufhalten wollte. Viele der verwaisten oder geplünderten Villen dienten nach Kriegsende als Krankenhäuser und Freizeiteinrichtungen der Alliierten oder wurden zu Schullandheimen umgestaltet.



Der Maler Max Liebermann (20.7.1847 – 8.2.1935) ist der heute wohl bekannteste frühere Anwohner der Colonie Alsen. Seine Werke zählen zu den bedeutendsten des deutschen Impressionismus.

Im Sommer 1933 malte er ein letztes Mal die Blumenterrasse in Wannsee. Am 8. Februar 1935 starb Max Liebermann und wurde auf dem jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee in Berlin beigesetzt. Nach dem November-Pogrom von 1938 wird seine Frau gezwungen, das Haus am Wannsee zu verkaufen. Um sich der Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt zu entziehen nimmt sich Martha Liebermann, vereinsamt und fast ihres gesamten Vermögens beraubt, 1943 das Leben.

In der Villa von Max Liebermann befindet sich seit 2006 ein Museum mit wechselnden Ausstellungen.



Haus der Wannseekonferenz (Villa Marlier). Am Rande der Colonie Alsen ließ sich der Fabrikant für pharmazeutische Präparate Ernst Marlier 1914/15 eine prächtige Villa mit etwa 1.500 qm Wohnfläche in der heutigen Straße Am Großen Wannsee 56-58 errichten. 1940 erwarb das Anwesen die „Stiftung Nordhaven“ eine Tarnorganisation des RSHA, welche das Gebäude bis 1945 als SS-Gästehaus nutzte und damit zum Tagungsort der Wannsee-Konferenz machte.

Für den 20. Januar 1942 lud der von der NS-Führung mit der „Endlösung der Judenfrage“ beauftragte Reinhard Heydrich 13 Staatssekretäre verschiedener Ministerien sowie hohe Partei- und SS-Funktionäre zu einer „Besprechung mit anschließendem Frühstück“ in die Villa „Am Großen Wannsee 56-58“ ein. Thema der Konferenz war die Koordinierung der Zusammenarbeit aller an der „Endlösung“ beteiligten Dienststellen. Das Protokoll der Besprechung führte Adolf Eichmann, zuständig für die zentrale Organisation der Deportationen. Durch dieses Protokoll sind die wesentlichen Ergebnisse der Besprechung überliefert. Ein vorrangiges Ziel der Zusammenkunft war die Einbindung der vertretenen Institutionen in die Planung und technisch-organisatorische Umsetzung des Völkermords, der zum Zeitpunkt der Konferenz bereits in vollem Gang war.

1992, zum 50. Jahrestag der Wannsee-Konferenz, wurde die Gedenk- und Bildungsstätte eröffnet. Seit 2006 befindet sich die ständige Ausstellung „Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäische Juden“ in den Räumen der Villa.



Fotos (c) Heart Of Brandenburg

Herbstliche Ausflüge nach Brandenburg: Tipps für Kurzentschlossene

Von Berlin aus lassen sich mühelos viele interessante Ziele für einen tollen Tagesausflug entdecken! Hier sind unsere Vorschläge:

Rheinsberg

Rheinsbergs Stadtbild präsentiert sich preußisch, großzügig und bildet zusammen mit dem Schloss, ein Musterbeispiel für den sog. Friderizianischen Rokoko, und der ausgedehnten Park- und Seenlandschaft eine wunderbare Einheit. Kein Wunder, dass Friedrich der Große während seiner Zeit als Kronprinz hier die glücklichste Zeit seines Lebens verbracht haben soll. Auch Kurt Tucholsky schätze die Stadt in der Ostprignitz sehr und widmete ihr seine Erzählung Rheinsberg Ein Bilderbuch für Verliebte.

Schloss Rheinsberg Öffnungszeiten: 01.04.2017 bis 31.10.2017, Di bis So 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr / 01.11.2017 – 31.12.2017, Di bis So 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Tucholsky Museum Öffnungszeiten: April bis Oktober 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr / November bis März, 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Rheinsberg ist auch ein guter Ausgangspunkt für weitere Ausflüge ins Ruppiner Land oder zur Mecklenburgischen Seenplatte.

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Foto: (c) pixabay

Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten

Aus 23 Metern Höhe erschließt der 320 Meter lange Baumkronenpfad eine völlig neue und inspirierende Perspektive auf die von Pflanzen überwucherte einzigartige Ruinenlandschaft.

Morbide, verwunschen, gruselig, so kann man die Ruinenstätte am besten charakterisieren. Erhabene, ehemals prächtige Gebäude inmitten einer weitläufigen Parkanlage erzählen eine bewegte Geschichte, die mehr als 100 Jahre zurückreicht. Natur, Geschichte und Architektur formen in Beelitz-Heilstätten ein unvergleichlich faszinierendes Gesamtbild.

Öffnungszeiten: tägl. 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Anfahrt: Baum und Zeit, Straße nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz-Heilstätten

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Foto: (c) Heart Of Brandenburg

Ziegeleipark Mildenberg

Zu Gründerzeiten wurden im Zehdenicker Ziegeleirevier, dem größten Europas, Milliarden von Ziegeln hergestellt, aus denen Berlin und große Teile der Mark erbaut wurden. (Quelle: www.ziegeleipark.de)

Als Station der Europäischen Route der Industriekultur und der Deutschen Tonstraße präsentiert der Ziegeleipark Mildenberg in verschiedenen erlebnisreichen Ausstellungen die Geschichte der Ziegelproduktion und der damaligen Arbeitswelt.

Öffnungszeiten: 01. April bis 05. November, tägl. von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Ziegeleipark Mildenberg, Ziegelei 10, 16792 Zehdenick (OT Mildenberg)

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Foto: (c) WInTO GmbH

Kloster Chorin

Als Zisterzienserabtei 1258 von askanischen Markgrafen gegründet, gehört die Anlage des Klosters Chorin heute zu den bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik in Brandenburg. Hier treffen faszinierende Architektur mit morbidem Charme auf die wunderschöne wald- und seenreiche Landschaft der Schorfheide.

Wer mit der Bahn anreist, profitiert von einem schönen Spaziergang durch das Dorf Chorin und den angrenzenden herbstlichen Wald und erreicht das Koster dann nach ca. 30 Minuten.

Öffnungszeiten: Sommerzeit täglich 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Winterzeit täglich 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Anfahrt:  Kloster Chorin, Amt Chorin 11a, 16230 Chorin

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Foto: (c) Ulrike Schuhose, Koster Chorin

Besucherbergwerk F60

In Lichterfeld steht ein wahrer Gigant und zeugt vom Braunkohletagebau in der Lausitz: Die 502 Meter lange, 204 Meter breite, 80 Meter hoche und 11.000 Tonnen schwere Abraumförderbrücke F60.

Auf einem geführten spektakulären 90-minütigen Rundgang kann man den Stahlkoloss bis in 74 Meter Höhe erkunden. Neben vielen Informationen zur Technik und zum Braunkohlebergbaus in der Lausitz, genießt man eine atemberaubende Aussicht.

Öffnungszeiten: 16. März bis 31. Oktober, Montag bis Sonntag täglich von 10.00 Uhr  bis 18.00 Uhr, Samstag Mai – September bis 20.00 Uhr / 01. November bis 15. März, Mittwoch bis Sonntag von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag

Anfahrt: F60, Bergheider Straße 4 03238 Lichterfeld

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Foto: (c) pixabay

Spreewald

Das einmalige, lagunenartige Wasserlabyrinth lässt sich am besten von Lübbenau aus erkunden.  Eine gute Stunde von Berlin entfernt, trifft man alte Traditionen an, die sich nicht nur in den regionalen Produkte aus Handwerk und Landwirtschaft widerspiegeln, sondern auch in den Trachten und Gebräuchen, die von der Kultur der Sorben geprägt sind. Per Spreewaldkahn oder Kanu lässt sich die faszinierende Landschaft auf ganz besondere Art und Weise erkunden.

Info Lübbenau

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Foto: (c) pixabay

NABU Blumberger Mühle

Das NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle, nordwestlich von Angermünde im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelegen, gehört zu den größten und wohl ungewöhnlichste Informationszentrum des NABU.  Im Hauptinformationszentrum des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, erhält man in Ausstellungen und live in der Natur spannende Einblicke in die reiche Tier- und Pflanzenwelt der eiszeitlich geprägten Landschaft der Uckermark.

Jetzt im Herbst kann man hier Kraniche beim Vogelzug beobachten: Das NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle bietet in den nächsten Wochen viele geführte Touren an.

Öffnungszeiten: April bis Oktober, Montag bis Sonntag 09 Uhr bis 18 Uhr / November bis März, Montag bis Sonntag 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Anfahrt: NABU-Erlebniszentrum, Blumberger Mühle 2, 16278 Angermünde

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Foto: (c) pixabay


Titelfoto: (c)  Heart Of Brandenburg

 

Die Mark Brandenburg von oben

Im Heißluftballon zwischen Himmel und Erde schweben und die Weite der eindrucksvollen Brandenburger Landschaft aus der Vogelperspektive erleben

Unser Ballontrip startet am Rande von Kyritz in der Prignitz. Am Startplatz werden Korb, Ballonhülle und Zubehör gemeinsam vom Transporter geladen; dann wird die riesige rote Hülle in Form gezogen und mit Ventilator und Brenner zur vollen Größe aufgerichtet. Dann heißt es rein in den Korb und Leinen los!

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Sanft, Meter für Meter steigt der Heißluftballon in luftige Höhen auf. Häuser, Bäume, Tiere und Menschen werden immer kleiner. Scheinbar schwerelos bewegen wir uns in moderatem Tempo über dunkelgrüne Wälder, goldgelbe Felder und die blau schimmernde Kyritzer Seenkette hinweg. Unter uns ein ein Anblick wie bei Google Earth, vor uns der Horizont auf Augenhöhe und über uns die Wolken – ein einzigartiges Erlebnis!


Fotos (c) A.H. / Heart Of Brandenburg

 

Apps für Brandenburg

Ob Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Fahrpläne, gastronomische Angebote, PKW-Routen oder Rad- und Wanderwege, mit digitaler Unterstützung lassen sich Touren in Brandenburg jetzt noch einfacher und spontaner planen und realisieren.

Die Brandenburg App der TMB ermöglicht beispielsweise das Routing auf dem touristischen Radwegenetz Brandenburgs und auf dem Wandernetz von Openstreetmap. Zusammen mit den umfangreichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Hotels, Pensionen und Campingplätzen, lässt sich vorab oder spontan unterwegs der persönliche Reiseplan erstellen. Auch bei schlechter Netzabdeckung, was in der Region leider nicht selten vorkommt, sind die gespeicherten Informationen und heruntergeladenen Karten in der App offline verfügbar.

Wer nach Inspirationen sucht oder die Tour nicht selbst zusammenstellen möchte, sollte auf jeden Fall die App der Deutschen Bahn DB-Ausflug ausprobieren. Diese bietet 100 detailliert ausgearbeitete Ausflugstipps bzw. Touren für Brandenburg mit umfangreichem Kartenmaterial, Wetterdaten, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Servicedaten wie Adressen, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Selbstverständlich können auch Fahrplanauskünfte und die passende Tarife  und mögliche Angebote abgerufen werden.


Im Folgenden haben wir eine Auswahl von Links zu den besprochenen und weiteren Apps für Brandenburg zusammengestellt:

iOS & Android:

Brandenburg App TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

DB-Ausflug Deutsche Bahn

Bus & Bahn VBB-App

Apple App Store/iTunes:

Uckermark ehs-Verlags GmbH

Teltow-Fläming-App OPM

Potsdam ehs-Verlags GmbH


Titelfoto: (c) Markus Rack

 

Flaeming Skate: Auf Rollen und Rädern durchstarten!

Die Flaeming-Skate ist einzigartig und ein Muss für alle Inline-Skater und Radfahrer, die es zu schätzen wissen, ohne Unterbrechung auf rund 190 Kilometern, über feinen und speziell für das Skaten ausgelegtem Asphalt durch die weite Brandenburger Landschaft zu touren.

Wer möchte, kann auf den verschieden Routen der Flaeming-Skate Sport und Kultur entspannt miteinander verbinden, denn das ehemaliger Zisterzienser Kloster Zinna, die Paltrockwindmühle und die Städte Dahme und Jüterborg mit ihren mittelalterlichen Siedlungskernen liegen an der Strecke.

Alle Routen sind gut ausgeschildert. Daher benötig man keine Karte, zumal an vielen markanten Punkten bzw. Abzweigen Übersichtskarten aufgestellt sind.

Für Skater gibt es verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die hier beschrieben werden. Für Radfahrer bietet sich für einen Tagesausflug die Runde R4 an, bei der man ab/bis Luckenwalde ca. 50 km absolviert. Da die Möglichkeiten zur Einkehr direkt an der Strecke ziemlich rar sind, empfehlen wir einen Zwischenstopp in Oehna im Gasthof Witte

 


 

Weitere Tipps für Radtouren auf Heart Of Brandenburg  gibts hier:

Berliner Mauerweg

 

Der Mauerweg Teil 1: Grenze zwischen Berlin & Brandenburg

Seen, Felder, Wälder und historische Highlights

Der Berliner Mauerweg folgt auf ca. 160 Kilometern dem Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen rund um West-Berlin. In den meisten Abschnitten verläuft die Rad- und Wanderroute auf dem ehemaligen Zollweg (West-Berlin) oder auf dem so genannten Kolonnenweg, den die DDR-Grenztruppen für ihre Kontrollfahrten angelegt hatten.

Video (c) Heart Of Brandenburg / Musik (c) Fjell

Obwohl der Mauerweg ausgeschildert ist und in regelmäßigen Abständen Übersichtspläne die Orientierung erleichtern, sollten sich Radfahrer vor der Tour über den Streckenverlauf informieren, da man bei zügigem Tempo die nicht immer optimal angebrachten Schilder auch schon mal übersehen kann. Da die Strecke teilweise auch über Schotter- und Waldweg führt, empfehlen wir eine robuste Bereifung.

Der besondere Reiz der Tour liegt in der Kombination von abwechslungsreichen Landschaften und der geschichtlichen Bedeutung des Weges: An verschieden Stationen wird auf Infostelen über die Teilung Deutschlands, den Bau und den Fall der Berliner Mauer informiert. Mit Fotografien und Texten werden Ereignisse geschildert, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben und die politische Situation sowie den Alltag in der geteilten Stadt in Erinnerung rufen.

Fotos: Heart Of Brandenburg „Vom Mauerpark bis Spandau“

Unsere erste Etappe führt uns auf ca. 50 Kilometern vom Berliner Mauerpark über Hohen Neuendorf und Henningsdorf nach Spandau. Dieses Teilstück ist besonders gut ausgebaut und durchweg sehr gut befahrbar.

Ausgewählte Highlights der Etappe:

Lübars: Mitten im Fließtal, umgeben von Wiesen und Feldern, liegt das typisch märkische Angerdorf Lübars. Es ist das einzige erhaltene Dorf im Berliner Stadtgebiet und wird heute noch landwirtschaftlich, vor allem für Pferdehaltung, genutzt.

Entenschnabel: Die Straße ‚Am Sandkrug‘ ragte wie ein ‚Entenschnabel“ von Glienicke (DDR) nach Frohnau (West-Berlin) hinein. Wegen der besonderen Lage durfte die Siedlung damals nur mit einer Sondererlaubnis betreten werden.

Invalidensiedlung: Ab 1937 wurden hier am nördlichsten Rand von Frohnau für Versehrte des Ersten Weltkriegs 50 behindertengerechte zweigeschossige Klinkerbauten mit 150 Wohnungen sowie Wirtschafts- und Gemeinschaftsgebäude gebaut.

Wer wie wir die Mauerwegtour in Spandau unterbrechen möchte, kann mit der Regionalbahn vom Bahnhof Albrechtshof zurück in die Berliner Innenstadt fahren.


Fortsetzung folgt

 

 

 

 

 

Clownin Viola G. Räusche – Berlin, Brandenburg, Insel Usedom & überall

Sie ist Clownin – Theaterclownin. Sie erzählt und spielt Geschichten, die ihr wichtig sind.  

Clowns sind ja nicht Jedermanns Sache… In neuerer Zeit fungiert der Clown als dumme Person, die im Zirkus die Zeit zwischen den Artistennummern überbrücken soll – karriert gekleidet, rot benast und wenig lustig.

Der Clown in seinem ursprünglichen Sinne ist etwas vollkommen Anderes! Er lebt einen Seinszustand der Freiheit: ER IST, WIE ER IST. Aufmerksam schaut er in die verrückte Welt, reagiert unerzogen und beschreibt unverblümt. Die rote Nase und der sympathische Deckmantel-Mantel seiner „Narrheit“ erlauben es ihm.

Die Clownsfigur „Viola G. Räusche“ wurde geboren! Eine Theaterclownin!

Meine Nachbarin (Julia Ura Wegehaupt), ist Schauspielerin und Sängerin mit vielen Jahren Bühnenerfahrung.

Viele sahen schon eine Clownin in ihr aber lang verweigerte sie (vorurteilsgeladen) die rote Nase, bis sie schließlich an einem Clownstheater engagiert wurde und erfuhr, WAS, WIEVIEL und WEN diese Theaterform TROTZ oder auch WEGEN der roten Nase erreichen kann.

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Viola weiß: Das größte Geschenk, das sie sich selbst und ihren Zuschauern machen kann, ist: SO SEIN, WIE SIE IST UND SPIELERISCH GESCHICHTEN ERZÄHLEN.

Inzwischen ist Clownin Viola mit ihren eigenen musikalischen Theaterstücke unterwegs: Sie spielt alle Rollen und macht die Musik – auf kleinen und großen Bühnen und Festen – immer alles live.

Das Feedback von Jung und Alt ist toll: Kinder, die Violas Geigen-Stück „Grillina und die Ameisen“ gesehen haben, wollen plötzlich Geige lernen … Kinder-Theatercamps, erarbeiten ihre Stücke … es gibt  den Berufswunsch „Clownin-Viola-Werden“ …  Violas Hörspiel-CD „Grillina und die Ameisen“ (2016), wird von vielen Kindern täglich gehört – mehrmals (Hörprobe) u.v.m.

Derzeit entsteht eine 2. CDWilly Wolf und das Wiesenglück“, die mit Hilfe von einem Crowdfunding realisiert werden soll. Für die Unterstützung gibt es tolle Dankeschöns!

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Aktuelle Berliner Termine mit dem Theaterstück „Grillina und die Ameisen“ :

05. Mai 2017 –  17.00 Uhr Centre Manouche, Liebigstraße 25,  Berlin-F´hain „Grillina und die Ameisen“

11. Mai 2017 –  17.00 Uhr Platzhaus am Teutoburger Platz, Prenzlberg „Grillina und die Ameisen“

14. Mai 2017 –  16.00 Uhr Ding Dong Dom Pampa, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin-F´hain „Grillina und die Ameisen“ (Wetterabhängig! Bitte anrufen: 0172 97 999 27)

Alle Stücke entstehen in Zusammenarbeit mit Anja und Hans Otto Zimmermann.

Viel Spaß!

 

Ostertage im Kloster Chorin

Als Zisterzienserabtei 1258 von askanischen Markgrafen gegründet, gehört die Anlage des Klosters Chorin heute zu den bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik in Brandenburg. Hier treffen faszinierende Architektur mit morbidem Charme auf die wunderschöne wald- und seenreiche Landschaft der Schorfheide.

Beitagsfoto: (c) Dr. Franziska Siedler, Kloster Chorin; Fotos 1-3: (c) Ulrike Schuhose, Koster Chorin

Abgerundet durch ein reichhaltiges kulturelles Rahmenprogramm ist das Kloster Chorin seit Jahren Anziehungspunkt für Ausflügler und Kulturhungrige.

Und auch in diesem Jahr werden die Osterfeiertage im und um das Kloster Chorin wieder mit einem Ostermarkt, dessen Angebot von regionalem Kunsthandwerk, über Delikatessen bis hin zu Gartenpflanzen reicht, mit Kapellenkonzerten, Ausstellungen, Führungen, Theater und Kreativangeboten für Kinder stimmungsvoll begangen.

Da ab Berlin HBF eine stündliche Verbindung per Regional-Express nach Chorin (Fahrtzeit ca. 60 Minuten) angeboten wird, kann man getrost auf das Auto verzichten. Nach einem schönen Spaziergang durch das Dorf Chorin und den angrenzenden Wald, erreicht man das Koster dann nach ca. 30 Minuten.


 

 

Potsdam: Verborgene Höfe

Wer in der brandenburgischen Landeshauptstadt schon alle Schlösser besucht hat und noch etwas Neues entdecken will oder wer den Tag einfach entspannt ausklingen lassen möchte, sollte auf jeden Fall hinter die Fassaden der in Reih und Glied angetretenen Typenhäuser der nördlichen Innenstadt schauen.

Die in der Regierungszeit des ‚Soldatenkönigs‘, Friedrich Wilhelm I. errichteten, meist zweigeschossigen Gebäude prägen noch heute das Bild der nördliche Innenstadt. Während sein Sohn ‚Friedrich der Große‘ für seine künstlerische Architektur bekannt ist, zeichnet sich die Regentschaft des Soldatenkönigs vor allem durch durch Zweckbauten aus: Seine Instruktionen zur Stadtplanung enthielten nur rudimentäre Aussagen zum Aussehen der Häuser. Des Königs Ziel waren möglichst kostengünstige Quartiere für seine Soldaten zu errichten und 1740, am Ende seiner Regierungszeit, war Potsdam faktisch eine große Kaserne. Zur Versorgung der Potsdamer Familien und der im Erdgeschoß der Häusern untergebrachten Regimenter, siedelten sich in den Höfen Handwerksbetriebe, Manufakturen und Brauereien an.

Im Laufe der Jahrhunderte und besonders nach der Wiedervereinigung hat sich der Charakter der Hinterhöfe stark verändert. Nach teilweise aufwändigen Sanierungs-arbeiten findet man hier heute kleine urbane Oasen mit gemütlichen Cafés, Restaurants, Gärtchen, Kultureinrichtungen und vielen kleinen Läden, in denen Kunsthandwerk und vieles mehr angeboten wird.

Als Startpunkt für die Entdeckungstour bietet sich z.B. der Hofeingang zum NH Hotel, Friedrich-Ebert-Straße 88 an. Von hier aus kann man sich seinen Weg quer durch die Höfe zur Gutenberg- und Jägerstraße suchen. Geht man dann aufmerksam weiter, findet man im gesamten Viertel zwischen Brandenburger Straße und Schopenhauerstraße immer wieder neue Hofeingänge,  durch die sich interessante architektonischen Ensembles entdecken lassen, hinter und in denen sich kleine Läden verbergen und schöne Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen.


 

Unsere gastronomischen Tipps im Viertel:

Restaurants:

Osteria La Maiella

Brasserie zu Gutenberg

Belmundo

Restaurant & Cafe:

Café Heider

Kneipe:

Hafthorn

Beste Grüße und bis bald

Paul

„5. UM Festival 2016“ – Uckermark: Fergitz, Pinnow und Sternhagen Gut

Titelfoto: Gudrun Gut,  Fotonachweis: UM-Festival

 

Hallo zusammen,

vom 09. bis 11. September findet bereits auch in diesem Jahr wieder das UM-Festival für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur statt.

Rund um die uckermärkischen Dörfern Fergitz, Pinnow und Sternhagen Gut veranstaltet der Verein „Freunde der Uckermark“ alle zwei Jahre das Festival für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur – in diesem Jahr bereits zum 5. Mal.

Fotos: 1+2 Anke Mila Menck „Neues Feld“ (2012), 3 Gudrun Gut,  Fotonachweis: UM -Festival, 4 Shrubbn!, DJ

„Die Künstler setzen sich mit räumlichen, sozialen und historischen Gegebenheiten vor Ort auseinander und beziehenin ihren Arbeiten darauf. Wir bieten den Künstlern die Möglichkeit, abseits der gewohnten Ausstellungsmöglichkeiten ihre Arbeiten zu präsentieren. Unsere Ausstellungsräume sind Felder, Wald, Seen, aufgelassene Hofanlagen oder sonstige ungewöhnliche Orte, wo die Arbeiten im Kontext vor Ort entstehen und platziert werden.“ (Quelle: „Freunde der Uckermark e.V.“

Und wo geht das besser als in der einzigartig inspirierenden Landschaft der Uckermark, mit Musik, Literatur und Kunst von namhaften Künstlern wie Gudrun Gut und Thomas Fehlmann, Barbara Morgenstern oder Jaroslav Rudiš und Nell Zink.

Programm 2016

Beste Grüße und bis bald

Paul