Schlagwort: natur

Kranichsaison in Linum

In Brandenburg kann man jetzt wieder Kraniche beobachten. Die großen Vögel versammeln sich hier, bevor sie weiter in wärmere Gefilde ziehen, um dort zu überwintern.

Auch in den Linumer Teichgebieten rasten im Herbst zehntausende Kraniche. Die Strochenschmiede Linum bietet auf ihren Führungen die Möglichkeit, diese einzigartige Schauspiel ohne Störung der Tiere zu beobachten und vom 23. September bis zum 05. November kann der abendliche Kranichflug bewundert werden.

Erster Termin: Samstag, 23.09.2017, 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr, Preis: 8 €, NABU-Mitglieder und Kinder bis 12 Jahre 5 €

Kontakt und weitere Infos:
NABU-Naturschutzzentrum
Storchenschmiede Linum
Nauener Straße 54
16833 Linum
Tel.: (033922) 50500
storchenschmiede@nabu-berlin.de

Wer den Ausflug ins Havelland noch gastronomisch abrunden möchte und regionale, kreative und modern interpretierte Brandenburger Küche zu schätzen weiß, dem empfehlen wir einen Besuch im Restauant  Kleines Haus Linum (Reservierung empfohlen).


Fotos: (c) pixabay

Flaeming Skate: Auf Rollen und Rädern durchstarten!

Die Flaeming-Skate ist einzigartig und ein Muss für alle Inline-Skater und Radfahrer, die es zu schätzen wissen, ohne Unterbrechung auf rund 190 Kilometern, über feinen und speziell für das Skaten ausgelegtem Asphalt durch die weite Brandenburger Landschaft zu touren.

Wer möchte, kann auf den verschieden Routen der Flaeming-Skate Sport und Kultur entspannt miteinander verbinden, denn das ehemaliger Zisterzienser Kloster Zinna, die Paltrockwindmühle und die Städte Dahme und Jüterborg mit ihren mittelalterlichen Siedlungskernen liegen an der Strecke.

Alle Routen sind gut ausgeschildert. Daher benötig man keine Karte, zumal an vielen markanten Punkten bzw. Abzweigen Übersichtskarten aufgestellt sind.

Für Skater gibt es verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die hier beschrieben werden. Für Radfahrer bietet sich für einen Tagesausflug die Runde R4 an, bei der man ab/bis Luckenwalde ca. 50 km absolviert. Da die Möglichkeiten zur Einkehr direkt an der Strecke ziemlich rar sind, empfehlen wir einen Zwischenstopp in Oehna im Gasthof Witte

 


 

Weitere Tipps für Radtouren auf Heart Of Brandenburg  gibts hier:

Berliner Mauerweg

 

Raus aufs Land – Elkes Garten in Löwenbruch

Löwenbruch ist ein kleines verschlafenes Dorf im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. Ohne unsere Koch- und Gartenexpertin Elke, wären wir hier vielleicht niemals gelandet!

Im großen Garten wird von Kartoffeln, über Zwiebeln, Porree, Möhren, Erdbeeren und Kräutern, bis hin zu Walnüssen, Kirschen und Quitten alles angebaut, was man zur Selbstversorgung benötigt. Nebenbei kümmert Elke sich auch noch um die Hühner, die Eier in Bioqualität liefern!

Unser nächstes Koch-Special wird sicher wieder hier stattfinden!


 

Hidden Places: Kummerow in der Uckermark

Deutschland ist dicht besiedelt. So dicht, wie keine andere Region in Europa. Die Uckermark jedoch ist vielerorts nahezu menschenleer. Durchschnittlich wohnen hier nur 40 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Weite Sicht, malerische Landschaften & verträumte Dörfer

Kummerow ist einer dieser verträumten Orte im Nirgendwo. Das kleine Dorf nördlich von Schwedt zählt gerade mal 100 EinwohnerInnen. Dennoch weckt der Ortsname bei vielen Menschen, die den Roman Die Heiden von Kummerow des Angermünder Schriftstellers Ehm Welk kennen großes Interesse. Denn es wird gemutmaßt, dass der Autor die Handlung eines Romans eben dorthin verlegt haben soll. Auch wenn sich 50 Jahre nach dem Tod des Autors der Sachverhalt nicht abschließend klären lässt, lebt der Mythos weiter: An der Bushaltestelle haben die Kummerower Szenen aus dem Roman bildlich verewigt und auch die Ortsvorsteherin Ilona Pahl ist fest davon überzeugt, dass ihr Kummerow gemeint ist.

Schmuckstück des Dorfes ist die Kirche, ein spätgotischer rechteckiger Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Dann gibt es noch einen bewirtschafteten Gasthof, was für diese Ortsgröße in Brandenburg keine Selbstverständlichkeit ist. Neben freundlicher Bewirtung in uriger Umgebung erwartet einen hier auch ein Bauerngarten mit alten Obstsorten und Streuobstwiese. Wer Ausschau nach naturbelassenen Spezialitäten aus der Region sucht, sollte mal bei der Imkerei Kummerower Heiden Honig vorbeischauen. Sowohl Gasthof Pahl, als auch die Imkerei nehmen jährlich im Juni an der Brandenburger Landpartie teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung gewähren viele landwirtschaftliche Betriebe interessante Blicke hinter die Kulissen und warten mit besonderen Events sowie gastronomischen Angeboten auf.

Die faszinierende Einsamkeit und Stille, die Kummerow und Umgebung prägen, wird auch durch die nicht wenigen leerstehenden und dem Verfall preisgegebenen Häuser unterstrichen. Während sich Stadtmenschen in dieser Atmosphäre schnell in wildromantischen Emotionen verlieren können, müssen sich die BewohnerInnen von uckermärkischen Dörfern wie Kummerow durchaus Gedanken über ihre Zukunft machen. Obwohl Kummerow mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren im regionalen Vergleich verhältnismäßig gut dasteht, ist das Dorf trotzdem von Bevölkerungsschwund bedroht.


Anfahrt: Von Berlin über A11 und B158 bis Schwedt/Oder, dann folgt man der L272 bis Kummerow. Dies ist zugegebenermaßen nicht die kürzeste, dafür aber die interessanteste Strecke, denn besonders der Teilabschnitt von Schwedt bis Kummerow offenbart die ganze Schönheit de Uckermark!

 

Fazinierende Orte in Berlin: Das Schöneberger Südgelände

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in Mitte wohne, denn der Natur-Park Südgelände in Tempelhof-Schöneberg war mir bisher kein Begriff. 

Wilde Natur, Kunst, Technikrelikte

Auf dem Areal eines ehemaligen Rangierbahnhofs ist eine fazinierende Naturlandschaft mit Kunstobjekten und Technikdenkmälern von Lockschuppen über verrostete Eisenbahnschienen, bis hin zu Relikten aus Zeiten der Dampfloks entstanden.

„Nachdem […] 1952 der Bahnbetrieb eingestellt wurde, eroberte sich die Natur das Terrain nach und nach zurück. Aus der Bahnwüste entstanden wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein urwüchsiger Wald – ohne den Einfluss des Menschen. Als in den 19 70er Jahren Pläne bekannt wurden, den Güterbahnhof zu reaktivieren, hatten Naturliebhaber die erstaunliche Artenvielfalt auf dem Gelände bereits entdeckt und sich als Bürgerinitiative für deren Erhalt eingesetzt. Bereits 1999 wurden große Teile des Geländes zum Landschafts- und Naturschutzgebiet erklärt. Dort gibt es heute eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen.“ Quelle: Grün Berlin

Im Mai 2000 wurde dann der Natur-Park Schöneberger Südgelände als Weltweites EXPO-Projekt eröffnet.

Stahlkunstwerken wie Stege, Baumhäuser oder Röhrender der Bildhauergruppe ODIOUS durchziehen den Park und gehen mit Schienen und andere Technikrelikte und nicht zuletzt mit der üppigen Pflanzenwelt eine fast symbiotische Beziehung ein.

Dabei bleibt die Geschichte des Geländes stets präsent: Der schon vom weiten sichtbare stählerne Wasserturm, der riesige Lokschuppen, eine Schiebebühne und sogar eine echte Dampflock prägen das Gesicht des Parks und schaffen zusammen mit Kunst und wilder Natur eine fazinierend morbide Atmosphäre.

In der ehemaligen Brückenmeisterei befindet sich außerdem noch das schönes Café Paresued, in dem Sonntags ein üppig gebruncht werden kann (Voranmeldung!)

Gründe genau also, um diesem besonderen Park mal einen Besuch abzustatten. Sei es nun für entspannte Spaziergänge oder um interessante Fotomotive einzufangen!

Info:

Natur-Park Südgelände

Prellerweg 47 – 49
12157 Berlin

Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Eintritt kostet  1,00 € pro Person (ab 14 Jahren).