Schlagwort: Uckermark

Apps für Brandenburg

Ob Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Fahrpläne, gastronomische Angebote, PKW-Routen oder Rad- und Wanderwege, mit digitaler Unterstützung lassen sich Touren in Brandenburg jetzt noch einfacher und spontaner planen und realisieren.

Die Brandenburg App der TMB ermöglicht beispielsweise das Routing auf dem touristischen Radwegenetz Brandenburgs und auf dem Wandernetz von Openstreetmap. Zusammen mit den umfangreichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Hotels, Pensionen und Campingplätzen, lässt sich vorab oder spontan unterwegs der persönliche Reiseplan erstellen. Auch bei schlechter Netzabdeckung, was in der Region leider nicht selten vorkommt, sind die gespeicherten Informationen und heruntergeladenen Karten in der App offline verfügbar.

Wer nach Inspirationen sucht oder die Tour nicht selbst zusammenstellen möchte, sollte auf jeden Fall die App der Deutschen Bahn DB-Ausflug ausprobieren. Diese bietet 100 detailliert ausgearbeitete Ausflugstipps bzw. Touren für Brandenburg mit umfangreichem Kartenmaterial, Wetterdaten, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Servicedaten wie Adressen, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Selbstverständlich können auch Fahrplanauskünfte und die passende Tarife  und mögliche Angebote abgerufen werden.


Im Folgenden haben wir eine Auswahl von Links zu den besprochenen und weiteren Apps für Brandenburg zusammengestellt:

iOS & Android:

Brandenburg App TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

DB-Ausflug Deutsche Bahn

Bus & Bahn VBB-App

Apple App Store/iTunes:

Uckermark ehs-Verlags GmbH

Teltow-Fläming-App OPM

Potsdam ehs-Verlags GmbH


Titelfoto: (c) Markus Rack

 

Mein Kiez Teil 3 – Der Ökomarkt auf dem Berliner Kollwitzplatz

 

Unter dem Motto „Morgens geerntet, mittags verkauft“ findet hier schon seit über 20 Jahren jeden Donnerstag von 12 bis 19 Uhr der Ökomarkt der Grünen Liga Berlin statt. Die Umgebung verleiht dem Markt einen einzigartigen Charme und das vielfältige Angebot an Bioprodukten spricht für sich:

Ob Obst und Gemüse, Brotspezialitäten, Käse, Eier, Tofuprodukte, vegane Törtchen und Kuchen, Fleisch und bleifreies Wild, Wein, Lehmofenpizza, Rohkost, Müsli, Waffeln, Yogi-Tee, Indische Gerichte, Suppen, Wildkräuter, Oliven und Öle, Pasta und sogar Wollerzeugnissen…hier stammt alles aus ökologischer Landwirtschaft!

Hier sind unsere Impressionen:

Die mobile Espresso Bar „Melusine“: Kaffeespezialitäten aus Fairtrade-Anbau und auf Wunsch auch mit verschiedenen Pflanzenmilchsorten zubereitet. Nicht nur hier, sondern auch an anderen Standorten in Berlin anzutreffen!

Nicht einschüchtern lassen! Hier bietet Fabio Borsi leckere italienische Gerichte mit handgemachter Pasta an

Handgemachte Tofuspezialitäten gibts bei den Tofu Manufaktur „Soy Rebels“! Entweder hier oder auch in ausgewählten Berliner Bioläden.

Die Feinkost Manufaktur Superfran’s fährt auf dem Ökomarkt köstliche vegane Konditorei-Spezialitäten auf!

Cou Cou Wines präsentiert sich mit französischen Bioweinen. Wer es nicht auf den Markt am Kollwitzplatz schafft, kann sich die edlen Tropfen auch innerhalb einer Stunde im Berliner Stadtgebiet liefern lassen!

Und hier werden werden echte griechische Oliven & Olivenöl von einem waschechten Griechen angeboten!

Wie Ihr seht, haben wir hier eine tolle Zeit verbracht, engagierte und super sympathische Marktleute kennengelernt und selbstverständlich auch fast alles probiert! Eine Berliner Attraktion eben, die man sich nicht entgehen lassen sollte!


 

Die Brandenburger Küche: Teltower Rübchen, Spreewälder Gurken, Knieperkohl & Co.

Hallo zusammen,

in den nächsten Wochen werden wir unser Augenmerk verstärkt auf die Spezialitäten der Brandenburger Küche richten. Gerade weil die hiesigen Kochgewohnheiten als eher einfach abgetan und nicht selten belächelt werden, möchten wir Euch zeigen, dass die Brandenburger Küche mehr zu bieten hat, als im Allgemeinen angenommen wird. Anhand von Rezepten, Koch-Features und Restaurantkritiken werden wir Rainald Grebes provokantes Zitat „Nimm Essen mit nach Brandenburg“ aus dem Song Brandenburg genauer unter die Lupe nehmen!


heart-of_brandenburg_cpixabay_gemuseFotos (c) Pixabay

Seen, Wäldern, der berühmten Märkischen Sand sowie die Traditionen der slawischen und norddeutschen Bevölkerung sind prägend für die traditionelle Brandenburger Küche.

Spezialitäten wie Teltower Rübchen, Knieperkohl, Beelitzer Spargel, Spreewälder Gurken, Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, Plinsen (Pfannkuchen) oder auch das berühmte Fürst-Pückler-Eis sind überregional bekannte Highlights der Küche zwischen Uckermark und Niederlausitz.

Es ist Friedrich dem Großen zu verdanken, dass die Kartoffel hier heimisch wurde und auch heute noch wichtiger Bestandteil der Küche ist.

Die waldreichen Gebiete der Schorfheide, der Niederlausitz und dem Hohen Fläming zeichnen sich dafür verantwortlich, dass Wild- und Pilzgerichte auf keiner Speiskarte fehlen. In guten Jahren sind Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze reichlich in den Brandenburger Wäldern anzufinden und es verwundert nicht, dass sie die Gerichte der regionalen Küche entscheidend prägen. Aber auch die unzähligen fischreichen Gewässer der Region mit Karpfen, Zander und Hecht, bereichern die Speisekarten vieler Restaurants und die Kochgewohnheiten der Brandenburger.

Die fruchtbaren Böden des Spreewald bieten zusammen mit reichlich Wasser die beste Voraussetzung für das Gedeihen von Gurken und Kürbisgewächsen. Das erkannten schon vor Jahrhunderten die im Spreewald ansässige Holländer. Um überschüssige Ernten haltbar zu machen, setzten sie das Verfahren der Milchsäurevergärung ein. Durch Verfeinerung mit Gewürzen und frischen Kräutern entstand daraus später die echte Spreewaldgurke.


Fotos 1-12 (c) Pixabay

Hier noch eine Auswahl an Brandenburger Spezialitäten:

Spreewaldsauce

Eine klassische gebundene Sauce, die auch schon Fontane zu schätzen wusste:

„Das wäre kein Spreewaldsmahl, wenn kein Hecht auf dem Tisch stände, und das wäre kein Hecht, wenn ihn nicht die berühmte Spreewaldsauce begleitete, die mir wichtig genug erscheint, um hier das Rezept in seinen äußersten Umrissen folgen zu lassen. Das Geheimnis dieser Sauce ruht in der kurzen Formel: wenig Butter, aber viel Sahne.“

Spreewaldsauce wird vor allem zu gekochtem Fisch wie Aal, Hecht oder Zander gereicht. Zur Zubereitung wird aus Fischbrühe und heller Mehlschwitze eine weiße Grundsauce hergestellt, die dann mit Sahne, Petersilie und Dill verfeinert wird.

Quark mit Leinöl 

Eine traditionelle Spezialität der Niederlausitz sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

Knieperkohl

Knieperkohl ist eine Spezialität aus der Prignitz und besteht aus einer Mischung aus Weißkohl, Grünkohl, Markstammkohl sowie Kirsch- und Weinblättern.

Teltower Rübchen

Früher als Arme-Leute-Essen angebaut, sind Teltower Rübchen heute eine begehrte Delikatesse, die selten in konventionellen Supermärkten erhältlich ist. Am ehesten wird man in Bioläden und auf gut sortierten Märkten fündig.

Britzer

Die Knacker sind eine typische Rohwurstsort aus der Region. Erhitzt ist sie die perfekte Begleiterin von deftigen Eintöpfen oder Gemüsegerichten wie z.B. Grün- oder Knieperkohl.

Spreewälder Gurken

Senfgurken, Saure Gurken, Pfeffergurken, Knoblauchgurken oder Gewürzgurken – die traditionellen Rezepturen der Spreewaldgurken sind noch oft streng gehütete Familienrezepte. Der herzhafte und aromatische Geschmack ist das typische Merkmal der echten Spreewälder Gurken.

Beelitzer Spargel

Der Märkische Sand in der Nuthe-Nieplitz-Niederung ist dafür bekannt, dass hier Spargel hervorragend gedeiht und so der Beelitzer Spargel Weltruhm erlangt hat. Saison ist immer von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni.

Fürst Pückler Eis

Das älteste bekannte Rezept stammt vom Königlich-Preußischen Hofkoch Louis Ferdinand Jungius, der Fürst Pückler-Muskau – dieser residierte auf Schloss Branitz bei Cottbus – 1839 in seinem Kochbuch ein dreischichtiges Sahneeis widmete. Die heute als Fürst-Pückler-Eis bezeichnete Spezialität ist in der Regel eine Kombination aus Schokoladen- und Erdbeer- und Vanilleeis.


Beste Grüße und bis bald

Paul

 

 

 

Hidden Places: Kummerow in der Uckermark

Deutschland ist dicht besiedelt. So dicht, wie keine andere Region in Europa. Die Uckermark jedoch ist vielerorts nahezu menschenleer. Durchschnittlich wohnen hier nur 40 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Weite Sicht, malerische Landschaften & verträumte Dörfer

Kummerow ist einer dieser verträumten Orte im Nirgendwo. Das kleine Dorf nördlich von Schwedt zählt gerade mal 100 EinwohnerInnen. Dennoch weckt der Ortsname bei vielen Menschen, die den Roman Die Heiden von Kummerow des Angermünder Schriftstellers Ehm Welk kennen großes Interesse. Denn es wird gemutmaßt, dass der Autor die Handlung eines Romans eben dorthin verlegt haben soll. Auch wenn sich 50 Jahre nach dem Tod des Autors der Sachverhalt nicht abschließend klären lässt, lebt der Mythos weiter: An der Bushaltestelle haben die Kummerower Szenen aus dem Roman bildlich verewigt und auch die Ortsvorsteherin Ilona Pahl ist fest davon überzeugt, dass ihr Kummerow gemeint ist.

Schmuckstück des Dorfes ist die Kirche, ein spätgotischer rechteckiger Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Dann gibt es noch einen bewirtschafteten Gasthof, was für diese Ortsgröße in Brandenburg keine Selbstverständlichkeit ist. Neben freundlicher Bewirtung in uriger Umgebung erwartet einen hier auch ein Bauerngarten mit alten Obstsorten und Streuobstwiese. Wer Ausschau nach naturbelassenen Spezialitäten aus der Region sucht, sollte mal bei der Imkerei Kummerower Heiden Honig vorbeischauen. Sowohl Gasthof Pahl, als auch die Imkerei nehmen jährlich im Juni an der Brandenburger Landpartie teil. Im Rahmen dieser Veranstaltung gewähren viele landwirtschaftliche Betriebe interessante Blicke hinter die Kulissen und warten mit besonderen Events sowie gastronomischen Angeboten auf.

Die faszinierende Einsamkeit und Stille, die Kummerow und Umgebung prägen, wird auch durch die nicht wenigen leerstehenden und dem Verfall preisgegebenen Häuser unterstrichen. Während sich Stadtmenschen in dieser Atmosphäre schnell in wildromantischen Emotionen verlieren können, müssen sich die BewohnerInnen von uckermärkischen Dörfern wie Kummerow durchaus Gedanken über ihre Zukunft machen. Obwohl Kummerow mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren im regionalen Vergleich verhältnismäßig gut dasteht, ist das Dorf trotzdem von Bevölkerungsschwund bedroht.


Anfahrt: Von Berlin über A11 und B158 bis Schwedt/Oder, dann folgt man der L272 bis Kummerow. Dies ist zugegebenermaßen nicht die kürzeste, dafür aber die interessanteste Strecke, denn besonders der Teilabschnitt von Schwedt bis Kummerow offenbart die ganze Schönheit de Uckermark!

 

„5. UM Festival 2016“ – Uckermark: Fergitz, Pinnow und Sternhagen Gut

Titelfoto: Gudrun Gut,  Fotonachweis: UM-Festival

 

Hallo zusammen,

vom 09. bis 11. September findet bereits auch in diesem Jahr wieder das UM-Festival für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur statt.

Rund um die uckermärkischen Dörfern Fergitz, Pinnow und Sternhagen Gut veranstaltet der Verein „Freunde der Uckermark“ alle zwei Jahre das Festival für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur – in diesem Jahr bereits zum 5. Mal.

Fotos: 1+2 Anke Mila Menck „Neues Feld“ (2012), 3 Gudrun Gut,  Fotonachweis: UM -Festival, 4 Shrubbn!, DJ

„Die Künstler setzen sich mit räumlichen, sozialen und historischen Gegebenheiten vor Ort auseinander und beziehenin ihren Arbeiten darauf. Wir bieten den Künstlern die Möglichkeit, abseits der gewohnten Ausstellungsmöglichkeiten ihre Arbeiten zu präsentieren. Unsere Ausstellungsräume sind Felder, Wald, Seen, aufgelassene Hofanlagen oder sonstige ungewöhnliche Orte, wo die Arbeiten im Kontext vor Ort entstehen und platziert werden.“ (Quelle: „Freunde der Uckermark e.V.“

Und wo geht das besser als in der einzigartig inspirierenden Landschaft der Uckermark, mit Musik, Literatur und Kunst von namhaften Künstlern wie Gudrun Gut und Thomas Fehlmann, Barbara Morgenstern oder Jaroslav Rudiš und Nell Zink.

Programm 2016

Beste Grüße und bis bald

Paul